Mit dem Ziel der halbtägigen Busfahrt blieb der Rentnertreff der KAB in diesem Jahr in unmittelbarer Umgebung. Zwei Stellen in Osnabrück wurden besucht: das Krematorium am Heger Friedhof und die Kolumbariumskirche „Heilige Familie“ an der Voxtruper Straße.

Über fünfzig Personen hatten sich angemeldet, um sich über die Abläufe im Krematorium zu informieren und im Kolumbarium einiges über die Urnenbeisetzung in einem Kirchenraum zu hören.

Herr Lange, der die Gruppe am Eingang zum Krematorium erwartete, stellte zu Beginn die Räumlichkeiten des im Jahre 2008/09 sanierten Krematoriums vor. Seitdem sei wieder der neueste Stand der Technik erreicht und die Grenzwerte im Immissionsschutz würden weit unterschritten.

Mit einer modernen Filtertechnik werden zwei Verbrennungsöfen betrieben. In dem Osnabrücker Krematorium werden pro Jahr annähernd 4.000 Einäscherungen vorgenommen. Die nächsten Einrichtungen dieser Art, die durchaus preislich miteinander konkurrieren,  stehen in Minden, Oldenburg und auf der niederländischen Seite. Freizügig wurde der Preis für eine Einäscherung genannt: 331 Euro ist der Gegenwert für die Verbrennung, der Urnenversand an das Bestattungsinstitut und die Abwicklung der Papiere und Urkunden. Lange unterstrich, dass im Krematorium besonderer Wert auf Transparenz und Pietät gelegt würde. Das Personal betrachte die Würde der Toten als obersten Richtwert. Dass mit dem Fotoapparat hier äußerst sparsam umzugehen ist, ergibt sich von allein.

Im Kolumbarium erklärte der Bezirkspräses der KAB, Diakon Harald Niermann, den Zusammenhang zwischen dem Gottesdienstraum (Feierraum) und der Urnenhalle (Trauerraum). 1200 Urnenplätze sind hier in Nischen in mehreren Reihen rund um den Feierraum geschaffen worden. Erst seit dem 2. Vatikanischen Konzil (1962-65) ist die katholische Kirche offener für Feuerbestattungen geworden. Umso mehr erstaunt es, dass lt. Niermann in Osnabrück heute 60 % die Urnenbeisetzung wählen. Nach dem Umbau weihte unser Bischof Franz Josef Bode am 26. August 2010 die Kolumbariumskirche Heilige Familie und segnete das Kolumbarium. Die Gebührenübersicht sagt aus, dass die Nutzung einer Urnenkammer 1630 Euro beträgt und dafür 20 Jahre lang genutzt werden kann.

Sehr gut vorbereitet hatten die kfd-Frauen der Gemeinde Heilige Familie unter der Leitung von Frau Kaspar den Kaffee- und Kuchentisch. Im besten Cafe könnten die Torten nicht besser aussehen und schmecken.

Eine sehr gelungene und gut organisierte Fahrt kann man dem Seniorenausschuss der KAB bestätigen!

 

                                                            

    

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Vor dem Eingang zum Krematorium und zum Heger Friedhof Begrüßung durch Herrn Lange (links), Leitung des Krematoriums
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Der Immissionsschutz ist zwingend vorgeschrieben Schaltstellen für den Verbrennungsvorgang
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Eine Verwechselung von Urne und Asche kann nicht vorkommen Der Verbrennungsofen wird bei  1000 Grad gefahren
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Kontrollöffnung für den Verbrennungsvorgang Eingepackte Urnen im Lager- alle in der gleichen Beschaffenheit
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Rückstände, die nicht verbrennen ( z.B. Knie-und Hüftgelenke) Die Knochenmühle - alles ist zu Staub und Asche geworden
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Eine der 2 Kühlkammern, die jeweils über 20 Särge aufnehmen können Das sicher sehr teure Sarggesteck- vom Bestatter achtlos an der Einfahrt abgelegt
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Kolumbariumskirche "Heilige Familie" Kuchen vom Feinsten...
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... zur freien Wahl Am Kaffeetisch mit Bezirkspräses Harald Niermann
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kfd-Frauen der Pfarrei Heilige Familie, links Frau Kaspar Urnenhalle - einige Nischen...
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...sind bereits belegt und mit Namen versehen Kolumbariumskirche - Platz für über 200 Gottesdienstbesucher
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Harald Niermann stellt das Kolumbarium... ...den aufmerksamen Zuhörern vor
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Eine Flasche Rotwein als Dank für die vortreffliche Führung Eine sehr informative KAB-Fahrt geht zu Ende