Einen alteingesessenen  Betrieb der Metallindustrie in Osnabrück besuchte unsere KAB Gruppe. Die Auszubildenden der Firma waren für die Führung durch den Betrieb verantwortlich.

Nach der Begrüßung wurde uns in einem Film anschaulich die Entwicklung des Betriebes, der Gliederung des Firmengeflechtes / Holding  und die Produktion der unterschiedlichen Erzeugnisse dargestellt .

Die Fa.   KME   wurde 1873 als Draht- und Stiftfabrik Witte und Kämper in Osnabrück gegründet. 1890 fand die Umwandlung in die Aktiengesellschaft Osnabrücker Kupfer- und Drahtwerke  statt.  Im zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb schwer beschädigt; dennoch gibt es zahlreiche alte Gebäude auf dem Firmengelände in der Osnabrücker Innenstadt, die unter Denkmalschutz stehen. 1990 erwirbt die Italienische SMI-Società Metallurgica Italiana SpA, Florenz die Mehrheit am KM- Aktienkapital.

Zu Hochzeiten in den 1950iger  und 1960zige Jahren waren am Standtort Osnabrück mehr als 4.000 Menschen beschäftigt - heute verdienen noch gut 2.000 Personen und etwa 200 Auszubildende ihren Lebensunterhalb bei der Fa. KME in Osnabrück, die zur Zeit noch auf vier Füßen steht - der Produktion von Kupfer - der Produktion von Messing - dem Rohrwerk und der Herstellung von Sonderprodukten. Auf die Herstellung von Kupferrohre in Osnabrück möchte die Geschäftsleitung zukünftig verzichten - das heißt, dass rund 300 - 350 Arbeitsplätze wegfallen sollen. Die Belegschaft will diese Entscheidung nicht hinnehmen und verhandelt derzeit über einen sozial-verträglichen Arbeitsplatzabbau im wesentlich geringeren Umfang - denn Osnabrück ist ein sehr profitabler Standort der Holding, an dem viel Geld für das Unternehmen erwirtschaftet wird.

Nach dem Besuch des "Werkskinos" ging es zum Einkleiden - denn ohne Schutzhelm, Kittel und zusätzlichen Stahlkappen an den Füßen durfte sich niemand in den produzierenden Teil des Betriebes bewegen.  Doch zunächst bestaunte die Besuchergruppe die Lehrwerkstatt. Rund 200 junge Menschen werden hier in den unterschiedlichsten Berufszweigen wie Elektrik, Mechanik, Schlosserei oder auch für EDV-Bereich unterwiesen." Jeder Azubi bei uns fängt zunächst damit an, ein Stück Kupfer zu bearbeiten, um diesen Werkstoff richtig kennen zu lernen" betonte Herr Schubert. Richtig nahe ran an den Schmelzofen durften die Besucher bei dem weiteren Rundgang leider nicht - jedoch war aus sicherer Entfernung schon spürbar, wie heiß es beim Kupferschmelzen zugeht. Das erschmolzene Kupfer wird aus dem Schmelzofen in Pfannen gegossen und dann, zum Erstaunen vieler, mit Traktor und Anhänger zur Stranggussanlage transportiert, um dort in Blöcke gegossen zu werden. Diese Blöcke werden anschließend im Walzwerk zu unterschiedlich dünnen / dicken Bleche ausgerollt und im weiteren Produktionsschritt  zu Coils aufgewickelt. Sowohl die Rohstoffanlieferung als auch das Abholen der Produkte erfolgt mit dem LKW.

Nach rund 7 Kilometer Fußweg und vielen Eindrücken von der Kupfer-und Messinggewinnung und  -bearbeitung  endete die Besichtigungstour wieder in der Kleiderkammer. Rainer Apke bedankte sich, nicht wie sonst so oft mit einem guten Tropfen, sondern mit einem kleinen "Flachgeschenk" für die Kaffeekasse der Azubis.

 

 

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