Fahrradtour  zur Fischzucht Lintker

Eine solche starke Beteiligung hatte wohl niemand erwartet, kamen doch 39 Teilnehmer zu der angekündigten Fahrradtour der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) mit dem Ziel der Fischzucht Josef Lintker und dem anschließenden gemütlichen Beisammensein im Ausflugslokal „Heuerstübchen“. Eine Teilnehmerin musste allerdings die schmerzliche Erfahrung machen , dass auch ein E-Bike nicht immer funktioniert. Sie musste aufgeben. Bei kalter, aber trockener Witterung fuhr die Gruppe über den Lotterweg zum Hof Lintker an der Sudenfelder Straße, wo der Land- und Fischwirt bereitwillig Auskunft gab über seine Zanderzucht, die sein zweites Standbein geworden ist.

Wirklichkeit wurde seine Idee im Jahre 2011, sagte Lintker in seinem interessanten Vortrag. Zu diesem Zeitpunkt habe er mit achttausend zwölf Zentimeter großen Jungtieren sein Zander-Experiment begonnen. Lintker erklärte, dass der Zander einer der am schwersten zu haltenden Süßwasserfische sei. „Die Zucht gelingt nur, wenn viele Voraussetzungen genau erfüllt werden“, so sei neben einem zirkulierenden und Sauerstoff angereichertem Wasser eine Temperatur von 24 Grad einzuhalten. Auch ist ein permanenter Wasseraustausch zwingend, da sonst der überhand nehmende Nitratgehalt eine Zucht unmöglich machte.

Bevor die Tiere nach einem Alter von etwa zwei Jahren und einem Lebendgewicht von annähernd zweitausend Gramm geschlachtet werden, kommen die Fische in ein Hälterungsbecken, wo sie die letzte Zeit ihres Daseins bei speziellen Wasserwerten und reduzierter Fütterung geschmacklich veredelt werden. Da in der Gastronomie vor allem Zander-Filet gefragt ist, habe er einige Schlachträume, nach erforderlichen und strengen veterinärärztlichen Vorgaben eingerichtet. Resümierend über den Verlauf der letzten Jahre äußerte sich der Landwirt vorsichtig, „Ob ich es noch einmal machen würde?“

Nach der sehr informativen Besichtigung fuhren die Teilnehmer weiter zum „Heuerstübchen“, wo sie den Nachmittag bei einem leckeren Schinken- und Käseteller harmonisch ausklingen ließen.

Zum Frühlingsauftakt und der beginnenden Maienzeit machte es auch dieses Mal wieder besonders Spaß, die wundervolle Umgebung mit dem Fahrrad zu erkunden, denn die Farbenpracht der frisch erblühenden Natur ist ja ein Fest für die Sinne. Der liebliche Duft und das warme Gelb der ausgedehnten Rapsfelder sorgten bei den Pedalrittern und Naturliebhabern für beglückte Stimmung und fröhliche Unternehmenslust.

 k P1050969.JPG xx  
 Starke Beteiligung an der Radtour  Hinweisschlid zu Lintker
 k P1050978 k P1050980.JPG y 
 Alte Schnitzereien am Giebel des alten Bauernhauses  Herr Lintker erzählt mit starken Engagemet,  wie er unter welchen Schwierigkeiten zur Zanderzucht gekommen ist.
 k P1050983 k P1050989 
 Die Fische leben im Dunkeln in Behältern von 3 m Durchmesser und 1,20 m Tiefe  Ein Zander mit ca 2 kg Gewicht
 k P1050991.JPG xxx k P1050993 
Zander halten sich immer auf dem Grund der Becken auf.  Behälter mit Futtervorrat
 k P1050995 k P1050998 
 Von der  Diele aus geht es in Schlachtraum  Neu vorgeschriebener Umkleideraum zum Schlachten
 k P1060002 k P1060007 
 Schlachtraum  Verkausfertiger Zander . Wert pro Stück ca 40€
 k P1060012 k P1060013 
  Abfahrt in Richtung  Heuerstübchen  
 k P1060017  k P1060015
 Es ist ein Vergnügen , bei dem Wetter durch unsere Landschaft zu radeln  
 k P1060019  k P1060018
 Im Heuerhaus hatte jeder schon im Vorfeld "seinen Teller " bestellt  Entsprechend zügig erfolgte auch die Bedienung
 k P1060024  k P1060022
 An Deko fehlte es nicht...  ...geschmacklich war auch alles in bester Ordnung !!