Was passiert mit unserem Müll?

Diese Frage, was mit dem abgeholten Müll passiert und wo der eigentlich bleibt, wollte die KAB beantwortet wissen und lud deshalb Frau Daniela Pommer, bei der AWIGO u.a. zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, in das Hagener Pfarrheim ein.

Rund 30 Personen folgten trotz des widrigen Wetters der Einladung zu diesem Bildungsabend. 

Frau Pommer, selbst ein "Hagener-Mädchen", begrüßte die Gäste, stellte sich und ihre Arbeit bei der AWIGO in einem Power-Point-Vortrag kurz vor.

Die AWIGO ist die Abkürzung für: ABFALLWIRTSCHAFT LANDKREIS OSNABRÜCK GMBH . Diese Unternehmensgruppe ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft des Landkreises Osnabrück und der zentrale Ansprechpartner für alle Belange in der Abfall- und Wertstoffwirtschaft in der Region. Den rund 360.000 Einwohnern in den 21 Städten, Gemeinden und Samtgemeinden steht der zertifizierte Entsorgungsfachbetrieb mit Rat und Tat zur Seite, wenn es um umweltgerechte Abfallvermeidung, -beseitigung und-verwertung geht. Gegeründet wurde AWIGO am 30.10.2001 - der Betrieb wurde am 01.01.2002 aufgenommen.

Zur AWIGO-Unternehmensgruppe gehören die Firmen:

REGOS (Recyclinggesellschaft Osnabrücker Land) - Aufgabe: Sammlung von Leichtverpackungsabfall;

AWIGO Logistik - Aufgabe: Sammlung und Transport der Rest-, Papier-, Bio- und Sperrabfälle 

AWIGO Recycling - Aufgabe: Sortierung, Vermarktung und Entsorgung von Sperrabfällen 

AWIGO Biomasse - Aufgabe: Kompostierung und Vergärung von Bioabfällen 

GrünWärme - Aufgabe: Errichtung und Betrieb von Heizwerken 

interargem - Aufgabe: Betrieb von zwei Müllverbrennungsanlagen ( 1 % Beteiligung)

Diese Beteiligung an Müllverbrennungsanlagen in Bielefeld und Hamm dient dazu, den Hausmüll auch dann entsorgen zu können, wenn der eigentliche Verwertungsbetrieb, die Fa. Herhoff im Osnabrücker Hafen, keinen Müll annehmen kann, weil es z.B., wie in der Vergangenheit mehrfach, gebrannt hat. Seit der Schließung der Mülldeponie am Piesberg werden von Stadt und Land die Abfälle zur Verwertung in diese neue mechanisch biologische Trockenstabilitätsanlage gebracht. In einem aufwändigen Verfahren werden – vereinfacht gesagt – die Abfälle sortiert, zerkleinert, getrocknet und schließlich zu einem Granulat verarbeitet, das als Brennstoff an Firmen mit hohem Energiebedarf weiterveräußert wird.

Papier und Pappe wird gewinnbringend verkauft. Nicht nur deshalb kann die Müllabfuhrgebühr im Vergleich zu anderen Kommunen niedrig gehalten werden und liegt mehr als 30 % unter dem Bundesdurchschnitt. Im Jahre 2017 betrug der Überschuss 2,18 Mio Euro; im vergangenem Jahr 2018 sogar 2,21 Mio. Euro. Dieser Überschuss wird an den Landkreis Osnabrück abgeführt.

Zum Ende der Veranstaltung stellte Frau Pommer klar, dass benutzte Papiertaschentücher nicht in den Biomüll, sondern mit dem Restmüll zu entsorgen sind. Briefumschläge mit Kunststofffenster können dagegen bedenkenlos  in die grüne Papiertonne geworfen werden. Alte Medikamente gehören nicht in die Toilette, sondern in kleinen "haushaltsüblichen" Mengen in den Restmüll.

Der Inhalt der "braunen Tonne" / Biotonne und die Gartenabfälle von den Grünsammelplätzen wird in Ankum sortiert. Ein Teil wird kompostiert und verkauft; größere Holzteile werden in Heizwerken zur Energiegewinnung eingesetzt; teilweise wird der Biomüll vergärt und das Gas ebenfalls in Heizwerken zur Energiegewinnung genutzt. Ein großes Problem sind die vielen Fremdstoffe in der braunen Tonne. Das Aussortieren ist sehr aufwendig und teuer und führt nicht zum 100 prozentigen Erfolg. Kleineste Kunststoff- und Plastikteile gelangen über den Kompost in die Umwelt und damit in unsere Nahrungskette und in unseren Körper.

Nach knapp 2 Stunden waren wir alle schlauer, was das Thema Mülle betrifft.

Karin bedankte sich mit einem Glas original Hagener Kirschmarmelade und einer Flasche Rotwein bei Daniela Pommer. 

 

 

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  Karin hat alles vorbereitet und unterhält sich mit den Gästen   der Beamer funktioniert - das Roll up steht - der Abend kann beginnen    
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  da unsere Vorsiztende Elke krank geworden ist, begrüßt Karin die Gäste und die Referentin   ganz wichtig: der Hinweis auf den Datenschutz    
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 das ist Daniela Pommer, die bei der AWIGO für die Öffentlichkeitsarbeit  zuständig ist   Daniela stellt uns den Inhalt ihres Referates vor 
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  auch wenn noch Stühle frei geblieben sind - rund 30 Personen waren der Einladung gefolgt - trotz des nass-kalten Wetters   ... und schon sind zwei Stunden um. Karin bedankt sich mit einer Flasche Rotwein und original Hagener-Kirschmarmelade bei Daniela für den hochinteressanten und kurzweiligen Vortrag
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  noch kurz die Hinweise auf die kommenden KAB Veranstaltungen....   ... und dann heißt es "tschüss - auf Wiedersehen"